Es ist Samstag. Rauszeit und ich sitze auf einer Bank.
Nicht irgendeiner Bank. Auf der Bank, auf der ich vor einigen Jahren an einem Dienstag schon einmal sitze und auf das Wasser schaue. Und auf die bevorstehende Zeit schaue. Von der ich nicht weiß, wie diese Zeit wird. Was wird und wie lange sie dauernd wird. Meine Auszeit. Nach der Hirn-OP.

Jetzt sitze ich wieder hier und schaue auf das Wasser. Und auf eine Zeit, von der wir nicht wissen, wie diese Zeit wird. Was wird und wie lange sie noch dauern wird. Nach dieser Woche. Nach den Entscheidungen am Dienstag, die wohl notwendig und trotzdem für alle so schmerzlich sind. Und über die wir sprechen. Mit der Familie, mit den Freunden, mit den Unternehmerinnen, den Unternehmern mit den Menschen in dieser Woche.

Die nicht aufgeben und weitermachen, weil sie lieben, was sie machen. Und sich das jeden Tag vor Augen führen. Und dann einfach machen. Weil das Machen wie das Wollen ist, nur krasser. Weil sie eigene Grenzen einreißen und neues machen. Die so die Musik dieser Zeit, die Musik ihres Lebens gerade neu schreiben. Nicht in Moll, nicht dunkel und traurig, sondern klar und schnell getacktet. Weil das Leben für sie gerade in Dur und ein Allegretto ist. Ihr Leben und ihre Musik.

Die Musik, die wir uns als Familie im Fernsehen ansehen. Am Mittwoch. Weil wir erleben wollen, wie der orange Mann das Weiße Haus verlässt und wieder etwas mehr Hoffnung, Respekt und Verstand, weniger Egoismus in das Haus einzieht. Und wir darüber sprechen, erklären und uns freuen. Über seinen Abschied und über die Show, die uns auch zeigt, dass ohne Musik, ohne Kunst und ohne Kultur nicht nur die Show, auch unser Leben langweilig und still wird.

Was mein Kopf nicht ist. Weil die Gedanken noch zu laut sind. Sich noch zu viel um diese Woche drehen. Und sich um die damalige Auszeit und diese Bank drehen. Von der ich vor Jahren auf das Wasser sah und von der ich aufstand und weiterging. Ängstlich und doch zuversichtlich. Weil ich es wollte. Die anstehende Zeit bestehen und das Weitergehen. Von der ich jetzt wieder auf das Wasser sehe, aufstehe und weitergehe. Nachdenklich und dennoch zuversichtlich. Weil wir es wollen. Weil die Menschen der Woche es wollen. Die anstehende Zeit bestehen und weitergehen.

Herzliche Grüße
Ihr Stefan Hagen

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STEFAN HAGEN

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