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Diese Woche war Reifenwechseln angesagt.

Irgendwie absurd bei den bisherigen Temperaturen. Aber der nächste Winter kommt bestimmt, wahrscheinlich, vielleicht. Egal. 

Als ich den Wagen abholte, ergab sich ein Gespräch mit dem Inhaber, der über den Druck und sein Hamsterrad klagte, aus dem er sofort aussteigen müsse, weil er zurzeit 14 Stunden am Tag und das sieben Tage die Woche arbeitet. Er wisse aber nicht wie er das sofort hinbekommt.

Da erinnerte ich mich an folgenden Facebook-Post aus dem Jahr 2016:

Immer wieder lesen und hören wir „Raus aus dem Hamsterrad“. Aber bitte wie, wenn wir in einem solchem stecken und uns kaputt laufen? Vor kurzem bin ich in einem, nicht wirklich wissenschaftlichen, Selbstversuch dieser Frage nachgegangen.

Nach dem ich richtig Schwung geholt habe und lief und lief und lief… kam mir die Einsicht, dass es so nicht weitergeht und ich mich kaputt laufe. Mir war klar, dass ich aus dem Hamsterrad raus muss. Aber einfach rausspringen konnte ich nicht, dafür dreht sich das Rad zu schnell. Sofort stoppen und stehenbleiben ging auch nicht. Das wäre lebensgefährlich geworden. Ich hatte schließlich richtig Schwung geholt. Als engagierter Mensch wollte ich ja etwas leisten. Also, wie kam ich nur raus?

Nach einem kurzen Moment der Verwirrung, war es ganz einfach und intuitiv machte ich das richtige. Ich verringerte den Druck auf das Rad, nahm die Geschwindigkeit raus, lief aber weiter. So lange, bis das Rad langsamer wurde und ich nur noch leicht laufen musste. So lange, bis ich gehen konnte. So lange, bis ich nur noch wenige Schritte machen musste. So lange, bis ich stehen und endlich das Rad verlassen konnte.

Der Selbstversuche hat mir eines gezeigt. Wenn wir aus unserem Hamsterrad raus wollen, brauchen wir Geduld, sollten weiterlaufen und die Geschwindigkeit verringern. So lange, bis das Rad so langsam geworden ist, dass wir es verlassen können.

Dem Inhaber stellte ich nur drei Fragen. „Wie viele Kunden verlierst Du, wenn Du ab heute nur noch an fünf Tagen die Woche oder wenn Du sogar in einem zweiten Schritt nur noch 12 Stunden am Tag arbeitest?“ „Wenige.“ „Wirst Du dadurch wirtschaftliche Probleme bekommen?“ „Nein, ganz bestimmt nicht.“ „Und was passiert mit Dir, wenn Du den bisherigen Druck und die Geschwindigkeit beibehältst?“ „Äh…“

Na dann… Druck rausnehmen.

GEDACHTES

GEFÜHLTES

ERLEBTES

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